Seit 2014 gehört Ulrike Wortmann-Arnaszus dem Aufsichtsrat an und hat in dieser Zeit viele erfolgreiche Projekte begleitet. Im Ruhrgebiet fühlt sich die 70-jährige Bochumerin derweil absolut zuhause. Wie Ulrike Wortmann-Arnaszus mit der Baugenossenschaft Bochum eG (BaugeBo) in Kontakt kam und wie sie zukünftige Entwicklungen sieht, erzählt das Aufsichtsratsmitglied im Interview.

Frau Wortmann-Arnaszus, Sie sind seit über 10 Jahren im Aufsichtsrat aktiv. Wie sind Sie zur BaugeBo gekommen?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Ich war hauptberuflich viele Jahre bei der Diakonie Ruhr für die Suchtberatung und gesetzliche Betreuung zuständig. In dieser Zeit wurde mit den Baugenossenschaften in Bochum ein Vertrag geschlossen, der den Mitgliedern eine zusätzliche Beratung und Begleitung als sogenannten ‚Service plus‘ ermöglichen sollte. Dieser Vertrag kam circa 2013 zustande und hat das heutige vielfältige Miteinander in der Genossenschaft noch intensiviert. Im Anschluss wurde ich gefragt, ob ich Teil des Aufsichtsrates werden möchte, in den ich dann 2014 auch gewählt wurde.

Wie war der Einstand für Sie? Hatten Sie Erfahrungen in einem solchen Kontrollorgan?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Nein, die hatte ich nicht. Unser Aufsichtsrat ist allerdings ein toller Zusammenschluss unterschiedlichster Menschen. Alle haben mich sofort unterstützt und mir dabei geholfen, mich einzuarbeiten. So bin ich auch in den Prüfungsausschuss gekommen, von dem ich noch heute Sprecherin bin und den ich verantworte. 

Woran denken Sie, wenn Sie eine Zwischenbilanz Ihrer Zeit im Aufsichtsrat ziehen würden?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Dass im Laufe der Jahre viel renoviert, saniert und erneuert worden ist unter unserem hauptamtlichen Vorstand Oliver Krudewig und daran, dass immer nach dem Motto ‚Wir müssen etwas für unsere Mitglieder tun‘ gehandelt wurde. Daraus sind viele schöne Projekte entstanden, zum Beispiel das Quartier Stennerskuhl in Langendreer oder die neuen Häuser an der Marienstraße in Wattenscheid.

Wofür steht für Sie persönlich die Baugenossenschaft Bochum? Was macht diese aus?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Für mich persönlich ist natürlich die Verbundenheit zu den Leuten im Aufsichtsrat ein ganz wichtiger Punkt. Das Ziel von allen für alle ist es, Wohnraum für Menschen zu schaffen, ohne dass man sich am Ende fragen muss: ‚Wer soll das denn bezahlen können?‘ Und dabei sind es trotzdem schöne Wohnungen, in denen sich die Menschen wohlfühlen, und Quartiere, die von guter Nachbarschaft leben.

Wird die BaugeBo diese Aufgabe auch zukünftig weiterhin so erfolgreich erfüllen können?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Ich denke, wir sind gut aufgestellt. Natürlich haben uns die hohen Zinsen und die insgesamt ungünstigeren Rahmenbedingungen zu schaffen gemacht, sodass wir uns für einen vorsichtigeren, dafür aber gesicherten Weg entschieden haben. Jetzt alles in kleineren Schritten gehen, nachdem wir so viele große Projekte umgesetzt haben, ist einfach die bessere Option. Und wir sind mit unserem Vorstand sehr gut aufgestellt. Herr Krudewig und die nebenamtlichen Mitglieder sind immer am Puls der Zeit, sie bekommen die Entwicklungen mit. Das ist eine ganz wichtige Geschichte.

Wie lange möchten Sie Ihre Aufgaben im Aufsichtsrat noch ausfüllen?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Solange, wie ich es gut hinbekomme. Die Arbeit macht mir einfach richtig Spaß. Es gibt viel Austausch, man kann viel mitgestalten. Aufsichtsrat und Vorstand sind keine ‚Ja-Sager-Clubs‘. Das sind alles Menschen, die eine Meinung haben, diese auch vertreten und auch mal offen miteinander diskutieren. Sie finden dann trotzdem immer einen Konsens – und das finde ich klasse. Zudem gibt der Aufsichtsrat mir persönlich auch einiges: Mein Ehemann ist Ende 2022 verstorben, zuvor hatte ich ihn lange Zeit gepflegt, das Amt trotzdem immer ausgeführt. Weil es sehr wichtig ist, gerade dann weiterhin Kontakte nach außen zu pflegen. Mir hat dieser Austausch viel gebracht und vieles erleichtert.

Wie schalten Sie am liebsten ab? Wie erholen Sie sich?

Ulrike Wortmann-Arnaszus: An meinem Häuschen ist ein schöner, großer, etwas wilder Garten. Der ist zwar Arbeit und Hobby zugleich, macht aber richtig Spaß. Mittlerweile bin ich in Rente, gerne draußen, viel auf dem Fahrrad unterwegs. Zudem besuche ich meinen Sohn mit seiner Familie immer wieder im Schwarzwald, genieße dort die Natur, und bekomme natürlich auch von Ihnen Besuch.

Der Schwarzwald hat natürlich einiges zu bieten.

Ulrike Wortmann-Arnaszus: Auf jeden Fall, man hat den Bodensee und die Voralpen in der Nähe. Aber an dieser Stelle möchte ich doch auch direkt mal betonen, wie sehr ich das Ruhrgebiet mit seinen kurzen Wegen liebe (lacht). Wir haben hier wirklich alles vor Ort, müssen nirgends lange hinfahren. Ob Theater oder Musik und Konzerte: Das Ruhrgebiet hat also auch ganz, ganz viel zu bieten.

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